Wien ist eine Millionenstadt und internationale Tourismusmetropole: Trotzdem müssen Geschäfte am Samstag in der Regel bereits um 18 Uhr schließen. Das passt längst nicht mehr zu den Lebensrealitäten vieler Wienerinnen und Wiener. Ein Blick auf andere europäische Städte, etwa Bratislava, zeigt, dass Wien mit seinen starren Regeln die Ausnahme ist. Auch der Onlinehandel hat rund um die Uhr geöffnet - eine Konkurrenz für viele heimische Geschäfte.
Deshalb wollen wir ermöglichen, dass Geschäfte in ganz Wien samstags bis 20 Uhr offenhalten können. Wer länger offenhalten möchte, soll das auch tun können. Gemeinsam mit Kasia Greco habe ich deshalb einen konkreten Verordnungsentwurf vorgelegt.
Zusätzlich wollen wir Sonntagsöffnung in klar definierten Tourismuszonen ermöglichen. Beides steht für unsere Leitidee der Schlanken Stadt: Weniger Vorschriften, mehr Freiheit und mehr Vertrauen in Menschen und Unternehmen.
Faxis und E-Oldtimer werden in der Inneren Stadt immer mehr. Am Stephansplatz und in der Kärntner Straße behindern Faxis den Fußgängerverkehr. Auch die vielen E-Oldtimer führen zu Verkehrsbehinderungen – besonders dann, wenn sich Fahrerinnen und Fahrer nicht an die Regeln halten.
In der Bezirksvertretung haben wir deshalb einen Antrag eingebracht, der mit breiter Mehrheit angenommen wurde. Wir fordern die zuständige Mobilitätsstadträtin auf, diese Missstände abzustellen.
Für uns ist klar: Fahrzeuge ohne Kennzeichen und möglicherweise ohne ausreichenden Versicherungsschutz brauchen klare Regeln und wirksame Kontrollen. Die Sicherheit und Lebensqualität in der Inneren Stadt müssen Vorrang haben.
Beim Wiener Zukunftskongress hat Markus Figl die bisherigen Ergebnisse der Zukunftswerkstatt präsentiert. Ein roter Faden zieht sich durch viele Rückmeldungen: der Wunsch nach mehr Freiheit und weniger Regeln, Belastungen und bürokratischen Hürden. Daraus ergibt sich eine klare Leitidee: Wien soll zu einer schlanken Stadt werden.
Mehr Freiheit, weniger Bürokratie
Die Stadt soll sich stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und den Wienerinnen und Wienern wieder mehr Luft zum Atmen geben.
Weniger Vorschriften, weniger Verwaltung und weniger Belastungen. Dafür mehr Raum für eigene Ideen, Leistung, Eigentum und Eigenverantwortung.
2027 geht die Zukunftswerkstatt in den Grätzeln weiter
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass sich viele Wienerinnen und Wiener bei bestehenden Bürgerbeteiligungsformaten nicht ausreichend ernst genommen fühlen. Deshalb setzt die Wiener Volkspartei 2027 ihre Zukunftswerkstatt direkt in den Grätzeln fort.
Dort steht die konkrete Entwicklung des unmittelbaren Lebensumfelds im Mittelpunkt: Was braucht ein Grätzel? Was funktioniert gut? Und was muss sich verändern?
Eine klare Vision und konkrete Lösungen vor Ort
Mit der schlanken Stadt hat die Wiener Volkspartei eine klare politische Leitidee für Wien formuliert. Gleichzeitig wird die Zukunftswerkstatt weitergeführt, um direkt in den Grätzeln konkrete Lösungen für den Alltag der Wienerinnen und Wiener zu entwickeln. So verbindet sich eine klare Vision für die Zukunft der Stadt mit dem, was die Menschen vor Ort tatsächlich beschäftigt.
Wien muss wieder zur Hauptstadt der Leistungsgerechtigkeit werden. Dazu gehört auch, dass wir mit dem Geld der Wienerinnen und Wiener ordentlich umgehen und klare Prioritäten setzen.
Ein Sozialstaat muss jene Menschen auffangen, die Unterstützung tatsächlich brauchen. Aber er darf keine falschen Anreize setzen oder Abhängigkeit begünstigen. Wer sich anstrengt, arbeitet und Verantwortung übernimmt, soll am Ende auch etwas davon haben.
Genau deshalb braucht die Wiener Mindestsicherung eine grundlegende Reform.
Klare Regeln statt falscher Anreize
Wien hat das teuerste Sozialsystem Österreichs und ist seit Jahren Sozialhilfemagnet. Während die Schulden der Stadt massiv steigen, leistet sich Wien bei der Mindestsicherung weiterhin ein System, das in wesentlichen Bereichen großzügiger ausgestaltet ist als in anderen Bundesländern.
Das müssen wir ändern. Mit einer Mehrkindstaffelung sowie strengeren Sanktionen und Kontrollen wollen wir die Mindestsicherung treffsicherer machen und rund 200 Millionen Euro einsparen.
Dabei geht es nicht darum, Menschen die Hilfe zu nehmen, die sie wirklich benötigen. Es geht darum, wieder klare Regeln zu schaffen. Sozialhilfe muss ein Auffangnetz sein – und wo es möglich ist, muss das Ziel immer sein, wieder auf eigenen Beinen zu stehen.
50 Millionen Euro zusätzlich für Deutschförderung
Gleichzeitig müssen wir mit dem vorhandenen Geld dort mehr tun, wo es über die Zukunft unserer Stadt entscheidet.
Deshalb wollen wir 50 Millionen Euro der freiwerdenden Mittel zusätzlich in die Deutschförderung investieren. Damit könnten 700 zusätzliche Deutschförderkräfte geschaffen und ihre Zahl in Wien von derzeit rund 300 auf insgesamt 1.000 erhöht werden.
Denn auch hier zeigen die Zahlen, dass es ein Weiter-wie-bisher nicht geben kann: Rund die Hälfte der Wiener Schulanfänger kann nicht ausreichend Deutsch. Die meisten dieser Kinder sind hier geboren und rund 80 Prozent haben zumindest zwei Jahre einen Kindergarten besucht.
Wenn Kinder nach mehreren Jahren in Wien in die Schule kommen und dem Unterricht sprachlich nicht ausreichend folgen können, läuft etwas grundsätzlich falsch.
Deutsch schafft Chancen und ermöglicht Eigenständigkeit
Deutsch zu können ist die Grundlage dafür, in der Schule mitzukommen, eine Ausbildung abzuschließen, später einen Beruf auszuüben und sein Leben selbstständig gestalten zu können. Deshalb ist Deutschförderung für mich auch eine Frage der Leistungsgerechtigkeit.
Wir müssen Kindern früh die Voraussetzungen geben, damit sie ihre Chancen auch tatsächlich nutzen können. Herkunft darf nicht darüber entscheiden, welchen Weg ein Kind einmal gehen kann. Entscheidend muss sein, was jemand aus seinen Möglichkeiten macht.
Dafür braucht es aber eine Stadt, die klare Erwartungen formuliert, Integration einfordert und gleichzeitig dort unterstützt, wo Unterstützung notwendig ist.
Leistung und Eigenverantwortung müssen wieder zählen
Für mich gehören diese beiden Reformen deshalb unmittelbar zusammen.
Wir wollen weniger Geld für falsche Anreize im Sozialsystem ausgeben und mehr dafür tun, dass Menschen künftig auf eigenen Beinen stehen können.
Wir wollen einen Sozialstaat, auf den man sich verlassen kann, wenn man ihn wirklich braucht – aber auch klare Regeln, Mitwirkung und Eigenverantwortung.
Und wir wollen Kindern das wichtigste Werkzeug für ihren eigenen Weg mitgeben: die deutsche Sprache und damit die Chance auf Bildung, Ausbildung und Arbeit.
Wer sich anstrengt und Verantwortung übernimmt, soll etwas davon haben. Und wer heute noch Unterstützung braucht, soll die Chance bekommen, morgen selbstständig seinen Weg zu gehen.
Das ist für mich Leistungsgerechtigkeit: klare Regeln, echte Chancen und ein Staat, der den Menschen etwas zutraut, statt Abhängigkeiten zu verwalten.
Dafür müssen wir in Wien die Prioritäten neu setzen.
Heute starten die neuen Citybus-Routen für 2A und 3A im Stadtzentrum.
Eine der wichtigsten Verbesserungen: Der 2A fährt ab heute direkt vom Stephansplatz über den Schwedenplatz und den Karmelitermarkt bis zum Augarten. Damit gibt es wieder eine direkte Citybus-Verbindung über die Bezirksgrenze hinaus – und in nur neun Minuten vom Stephansplatz bis zum Augarten.
Mir waren bei der Neuordnung aber auch zwei weitere Punkte wichtig: Teile der Inneren Stadt besser anzubinden und die Citybusse verlässlicher zu machen. So bindet der 3A unter anderem das Grätzl rund um die Seilerstätte besser an. Gleichzeitig sollen die neuen Routen dafür sorgen, dass die Busse weniger aufgehalten werden und ihre Fahrpläne verlässlicher einhalten können.
Der Citybus ist für viele Menschen in der Innenstadt ein wichtiges und unkompliziertes Verkehrsmittel. Deshalb freut es mich besonders, dass sich das jahrelange Dranbleiben jetzt auszahlt. Wir haben immer dafür gekämpft, dass die Citybusse erhalten bleiben.
Und der Ausbau geht weiter: 2027 wird auch der 57A bis zur Oper/Karlsplatz verlängert und damit direkt an einen der wichtigsten Öffi-Knoten der Stadt angebunden.
Auch in den Sommermonaten drehen die sogenannten Autoposer weiter ihre Runden in der Inneren Stadt. Das Aufheulen der Motoren und das Abspielen lauter Musik bringt die Anrainerinnen und Anrainer um den Schlaf. Mit den laufenden Planquadraten der Polizei und den zuständigen Behörden setzen wir uns weiterhin für die Bewohnerinnen und Bewohner ein.
Am Freitag, 14. August haben die Polizei, die Gruppe Sofortmaßnahmen, weitere zuständige Magistratsabteilungen (MA 6, MA 48, MA 59) sowie das AMS erneut eine Schwerpunktaktion gegen Raser und sogenannte Poser durchgeführt.
Bei der jüngsten nächtlichen Schwerpunktaktion im Bereich rund um die Rotenturmstraße lag das Augenmerk erneut auf überhöhter Geschwindigkeit, illegalen Fahrzeugumbauten, unnötiger Lärmerregung, aggressivem Fahrverhalten sowie sonstigen Verstößen gegen dieStraßenverkehrsordnung. 44 Anzeigen wurden erstattet sowie 21 Organmandate eingehoben. Darüber hinaus wurden 16 schwere technische Mängel festgestellt. Die Fahrtauglichkeit wurde bei 25 Lenkern durch Alkovortests geprüft.
Wer durch Raserei, vermeidbaren Lärm oder gefährliche Fahrmanöver andere Menschen gefährdet oder die Aufenthaltsqualität in der Inneren Stadt beeinträchtigt, muss jederzeit mit umfassenden Kontrollen und empfindlichen Konsequenzen rechnen. Die bisherigen Einsätze zeigen klar, dass dieses konsequente Vorgehen notwendig ist. Unser Ziel bleibt, die Sicherheit und Lebensqualität für alle Menschen in der Inneren Stadt nachhaltig zu schützen.
Auch im September sind Schwerpunktkontrollen geplant. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden bleiben wir an dem Thema dran! (BV1)
In den Parks der Inneren Stadt gibt es Neuheiten: Sowohl im Börsepark als auch im Rathauspark können sich die Kinder über neue Spielgeräte freuen. Die in die Jahre gekommene Wippe im Börsepark wurde durch eine neue ersetzt und auch die Schaukel im Rathauspark musste aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden.
Genau jene, die sich täglich an den Geräten austoben, durften über die neuen Spielgeräte entscheiden. Mehr als 200 Kinder nahmen an der Umfrage teil. Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendbeauftragten Alice Gimbel bedanken wir uns herzlich für die zahlreiche Beteiligung und wünschen viel Spaß mit den neuen Spielgeräten! (BV1)
Wer durch die Innere Stadt an Wahrzeichen wie etwa dem Stephansdom oder der Staatsoper vorbei spaziert, erkennt sie sofort: Die als W.A. Mozart verkleideten Ticketverkäufer. Mit teils sehr aufdringlichen Verkaufsmethoden sorgen sie für Unmut bei Passantinnen und Passanten.
Seit 2021 ist mit der „Zonierungsverordnung Wien – Innere Stadt“ der Verkauf am Graben, Stephansplatz sowie Herbert-von-Karajan-Platz eingeschränkt worden. Vor dem Haupteingang des Stephansdomes (Riesentor) ist der Verkauf verboten. Kontrollen der Gruppe Sofortmaßnahmen haben ergeben, dass dieses Verbot leider nicht eingehalten wird. Gerade am Stephansplatz stehen die Verkäufer vor dem Riesentor genauso wie vor dem U-Bahn-Aufgang und behindern so Fluchtwege. Bei Aktionstagen in den Jahren 2025 sowie 2026 wurden fast 400 Ticketverkäufer kontrolliert, dabei rund 170 Verstöße festgestellt.
Mit Ende Juni laufen die letzten Bewilligungen für die kostümierten, gewerblichen Ticketverkäufer im Gebiet der bestehenden Zonierungsverordnungen endgültig aus. Das Verbot gilt konkret am Stephansplatz, Kärntner Straße, Herbert-von-Karajan-Platz (vor der Oper) und Graben. Die neue Verordnung schafft klare Regeln und trägt dazu bei, den hohen Nutzungsdruck in besonders frequentierten Bereichen besser zu steuern.
Danke, dass Du Dir Zeit für die Zukunftswerkstatt nimmst!
Deine Antworten helfen uns, unterschiedliche Perspektiven, Ideen und Erwartungen an Wien 2050 besser zu verstehen. So können wir besser einschätzen, welche Themen Dir wichtig sind und welche Fragen wir in der weiteren Arbeit der Zukunftswerkstatt besonders berücksichtigen sollen.
Gestalte mit uns das Wien von morgen!
In der Zukunftswerkstatt sprechen wir über verschiedenen Ideen und Konzepte, wie wir ein urbanes, bürgerliches Wien mit Perspektive 2050 gestalten können.
Was ist dir besonders wichtig?
Was soll sich ändern und was unbedingt bleiben?
Welche Schritte müssen wir gemeinsam gehen, damit Wien auch morgen lebenswert ist?
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