Wer durch die Innere Stadt an Wahrzeichen wie etwa dem Stephansdom oder der Staatsoper vorbei spaziert, erkennt sie sofort: Die als W.A. Mozart verkleideten Ticketverkäufer. Mit teils sehr aufdringlichen Verkaufsmethoden sorgen sie für Unmut bei Passantinnen und Passanten.
Seit 2021 ist mit der „Zonierungsverordnung Wien – Innere Stadt“ der Verkauf am Graben, Stephansplatz sowie Herbert-von-Karajan-Platz eingeschränkt worden. Vor dem Haupteingang des Stephansdomes (Riesentor) ist der Verkauf verboten. Kontrollen der Gruppe Sofortmaßnahmen haben ergeben, dass dieses Verbot leider nicht eingehalten wird. Gerade am Stephansplatz stehen die Verkäufer vor dem Riesentor genauso wie vor dem U-Bahn-Aufgang und behindern so Fluchtwege. Bei Aktionstagen in den Jahren 2025 sowie 2026 wurden fast 400 Ticketverkäufer kontrolliert, dabei rund 170 Verstöße festgestellt.
Mit Ende Juni laufen die letzten Bewilligungen für die kostümierten, gewerblichen Ticketverkäufer im Gebiet der bestehenden Zonierungsverordnungen endgültig aus. Das Verbot gilt konkret am Stephansplatz, Kärntner Straße, Herbert-von-Karajan-Platz (vor der Oper) und Graben. Die neue Verordnung schafft klare Regeln und trägt dazu bei, den hohen Nutzungsdruck in besonders frequentierten Bereichen besser zu steuern.